Aus dem Leben einer Wirtin

Gutes aus der Wirts-Küche

Wirtinnen-Ansichten

Wirtin im Web

Wirtin auf Achse

Dienstag, 26. März 2013

Krieg und Frieden

Es war einmal vor vielen Jahren, dass es sich begab und die "Adler-Wirtin" zur "Jägerstüble-Wirtin" wurde.
Sie lebte zu der Zeit auf Kriegs-Fuß mit ihrem Gatten, welcher in Freiburg kochte. Der Pachtvertrag im Wirtshaus Adler war abgelaufen, das alte urige Jägerhäuschen im Holdersbachtal stand zum Verkauf und so zog die junge Frau mit ihrem kleinen Buben und dem ganzen Sack und Pack in das "Tal der Liebe", wie die Holdersbacher noch heute ihr Heimattal liebevoll nennen.
Wenn der Gatte alle 2 Wochen im Tal vorbei kam um seinen Buben zu holen, meinte er jedesmal: "Hier hinten wollte ich nicht mal begraben sein!" Noch heute denkt deshalb die Wirtin, dass dieser Krieg wohl sein musste, denn unter Friedenszeiten wären die beiden Wirtsleute nie in das Jägerstüble gezogen!
Nach vielen Monden, in denen im Haus der Hammer und der Nagel regierten, wurde am Mittwoch,
dem 26. März 1997, die gute Stube eröffnet! Es war der Mittwoch vor Ostern und über die Osterfeiertage gab es 20 cm Neuschnee! Die Hungrigen und Durstigen strömten trotzdem in Scharen in die neue Gaststube. Bis zum heutigen Tage hat die Wirtin nun bald 16 Osterfeste geschafft, von denen mehr weiß waren als Weihnachten im Schnee.
Im Sommer anno 1997 war das Wirtshaus so gut besucht, dass die Wirtin dringend Hilfe brauchte. Sie begrub das Kriegsbeil mit ihrem Gatten. Der kehrte aus Freiburg zurück in das Harmersbachtal in die neue Jägerstüble-Küche und dort kocht er auch heute noch!