Aus dem Leben einer Wirtin

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Sonntag, 15. Mai 2016

Was gibt's im Mai?


Im Mai gibt es Spargel...
Meine "Lieblingsarbeit" im Mai: Protionsweise den Spargel binden!

...mit Sauce Hollandaise und z.B. frische Pfannkuchen dazu.

...Salat, Salat, Salat...

Und viel Frische auf dem Salat (Rucola, Sprossen und Kresse)



...ein heiß diskutiertes Kalenderblatt bietet der Mai den Stammtischlern!


Ein herzlicher Gruß vom Sohn zum Muttertag


Im Mai wäschst meine Kapuzinerkresse nach oben...


...der Flieder im Garten duftet...



...und das Vergissmeinnicht erinnert mich an alles was ich nicht vergessen soll :-)



Die ersten badischen Erdbeeren gibt's im Mai natürlich auch...

Vitamine zum Frühstück


...Vitamine zum Nachtisch!

Die ersten Abende zum draußen sitzen...


...und ganz viele frische Farben und Gerüche - einfach alles Schöne für die Sinne!



Genießt ihn - den Mai im Schwarzwald...
...im Jägerstüble ;-)

Donnerstag, 28. April 2016

Der Brandenkopf


Der Brandenkopf ist mit 945,2 m.ü.M einer der höchsten Berge des Mittleren Schwarzwaldes und bildet mit seinem Aussichtsturm und dem 114 m. hohen Funkturm des Senders Brandenkopf den visuellen Mittelpunkt des Schwarzwaldes.



Es gibt im Schwarzwald drei dieser Orientierungspunkte. Das ist im nördlichen Schwarzwald der Aussichtsturm auf der Hornisgrinde beim Mummelsee...

Bildmitte im Hintergrund die Hornisgrinde

...im Süden des Schwarzwaldes setzt dieser Punkt der bekannte und höchste Schwarzwaldberg, der Feldberg...
Blick vom Brandenkopfturm aus auf den schneebedeckten Feldberg

Blick vom Löcherberg kommend ins Harmersbachtal und auf den Brandenkopf

...und in der Mitte des Schwarzwaldes eben der Brandenkopf. Er liegt auf den Gemarkungen der Gemeinden Oberharmersbach, Fischerbach und Hausach und egal ob man aus Nord oder Süd, von Ost oder West ins Harmersbachtal fährt, ist der Brandenkopf mit seinen Türmen und dem Windrad zu sehen.


Die Spitze des Berges Brandenkopf gehört zu Oberharmersbach, außerdem ist der Berg selbst geografischer Mittelpunkt der Täler der Kinzig, der Wolf und des Harmersbaches.

Der Westweg, einer der Top-Wanderwege Deutschlands, führt über eine Verbindung zum Brandenkopf

Ist man im mittleren Schwarzwald unterwegs, ist der Brandenkopf schon von weither sichtbar und so bildet er immer auch ein guter Orientierungspunkt für Fremde und nicht ortskundige Touristen.

Blick zum Brandenkopf von Fischerbach aus


Blick vom Premiumwanderweg "Hahn und Henne" zum Brandenkopf

Den Namen Brandenkopf hat der Berg nach dem großen Waldbrand im Jahre 1730 erhalten. Davor wurde er Varnlehenskopf genannt. Er ist mit Straßen und Wanderwegen aus verschiedenen Richtungen gut erschlossen und mit dem gastronomisch betriebenen Wanderheim gibt es auch eine gute Einkehrmöglichkeit.

Aussichtsturm mit Wanderheim


Wunderbar genießen kann man bei herrlichstem Wetter die Aussichten von der Plattform des alten Steinturmes. Wer zum ersten Mal Urlaub in der Ferienregion Brandenkopf macht, für den ist immer auch eines der ersten Ausflugsziele der Brandenkopf - egal ob auf Schusters Rappen, mit zwei oder vier Rädern.

Blick vom Aussichtsturm auf des 11 Kilometer lange Tal Oberharmersbach

Nie vergessen werde ich, wie in den 70er Jahren der Fernsehturm auf den Brandenkopf gebaut wurde, die riesigen schweren Kran- und Lastwagen, die sich unterhalb meines Elternhauses durch das Waldhäusertal 9 Kilometer bergauf quälten. Und unvergessen die Schlittenfahrten im Winter, wenn mein Vater uns Kinder mit seinem Traktor zum Brandenkopf hoch gefahren hat und wir mit unseren Holzschlitten die Serpentinen ausrodelten - herrlich!

Blick von der Aussichtsplattform ins Gutach- und Wolftal

  Der Brandenkopf - Hausberg meiner Heimat!



Mittwoch, 27. April 2016

Winter im April

Wenn alle über das diesjährige Aprilwetter schimpfen, finde ich es immer noch toll! 
Man muss nur Augen für das Schöne und noch die Winterreifen auf dem Auto haben!









Ich halte es wie Karl Valentin - nicht nur mit dem Regen, sondern auch mit dem Schnee:

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch. 


Samstag, 9. April 2016

Rezept Bärlauchnudeln

Im Jägerstüble wird "genudelt - noch bis zum 17.04.2016 Bärlauchwochen in Oberharmersbach



Bärlauchnudeln selbstgemacht:

1 kg Mehl
9 Eier
3 Eßlöffel Olivenöl
1 Bund Bärlauch fein hacken
eine Prise Salz

Alle Zutaten vermischen...



....den Teig in Folie gepackt ein paar Stunden ruhen lassen, während dessen die vor 27 Jahren zur Hochzeit geschenkt bekommene Nudelmaschine vom Dachboden holen und aufbauen.

Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, durch die glatte Nudelwalze drehen...





...die dünnen, noch breiten, Nudelstreifen an Besenstiel hängen, damit sie nicht zusammen kleben.



Die breiten Nudelstreifen durch die gezahnte Nudelrolle drehen und schwungvoll auf ein bemehltes Blech werfen...



...anschließend "al dente" in sprudligem Salzwasser kochen, vor dem servieren in Pfanne mit Butter schwenken und leicht anbraten lassen.




Wir servieren Euch dazu Hähnchenbrust mit Ziegenfrischkäse und Bärlauch gefüllt, Bärlauchsoße und einen kleinen Kopfsalat....



Guten Appetit!

Samstag, 2. April 2016

Osterhase

Eine Wirtin hat über die Osterfeiertage für vieles Zeit, aber ganz bestimmt nicht zum "Has jagen". Macht aber nix, denn 1. ist sie Wirtin aus Leidenschaft und 2. ist sie aus dem "Osterhasen-Alter" raus. Viele Gäste wollen an diesen Tagen verwöhnt werden und sich was gutes tun und dafür bin ich da. Um so größer die Freude, wenn ein Gast an die Wirtin denkt und ihr was Gutes tun will.

Max hatte mit seiner Familie am Ostersonntag einen Tisch im Jägerstüble reserviert. Ich freue mich immer, wenn Max kommt, denn er ist ein lustiger Geselle und schafft es jedesmal, mich zum Tränen lachen zu bringen. Als er nun am vergangenen Sonntag freudestrahlend zur Tür in die Gaststube herein kam um mich zu begrüßen, meinte er: "Sonja, de Oschterhas war da! Drusse het er was für Dich verschteckelt!" 
Ich glaube, das ist das erste Mal seit gefühlten 50 Jahren, dass jemand für mich "de Has verschteckelt" hat.
Zuerst versorgte ich ganz schnell meine neuen Gäste mit Getränke, brachte die Essensbestellung in die Küche um anschließend vor die Tür zu springen, und zu suchen....



....der Osterhase wusste wohl, dass ich als Wirtin nicht viel Zeit zum Suchen hatte, denn das Versteck war schnell gefunden.


Etwas Deftiges für die Kraft und was Süßes fürs Herz - Max weiß, was Wirtinnen brauchen....oder wünschen :-) - Danke Max!


Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.
Jean de La Bryère


Sonntag, 13. März 2016

Zeller Städtlemarkt

Jeden Samstagmorgen ab 7 Uhr findet in Zell auf dem Kanzleiplatz der "Städtlemarkt" statt. Bis um 12:30 Uhr bieten rund 25 Marktstände ihre regionalen Produkte an. Die meisten Waren stammen von Bauernhöfen aus der Region: das frisch gebackene Bauernbrot, die Wurst und der Käse...




...Schnaps, Liköre und Edelbrände unserer badischen Kleinbrennereien...

Hochprozentiges vom Kasperhansenhof


...frisches Gemüse, Obst und Salat gehören ebenso dazu....



...wie natürlich der gute Schwarzwälder Schinken und der Speck. Für die Touristen perfekt verpackt zum Mitnehmen....




...oder von der freundlichen Marktfrau vom großen Stück nach belieben herunter geschnitten...



....Honig, Schnitzel und gutes Rindfleisch.


Direktvermarktung vom Herrenholz


Der Frühling ist im Anmarsch, daher kommen auch alle Gartenfreunde auf dem kleinen Markt unterm Storchenturm auf ihre Kosten...




...und zu Ostern eine schöne Deko? Die findet man hier garantiert auch...



Sogar das mediterrane Herz findet auf dem "Märktle ebbis"...






...der scharf eingelegte Fetakäse hatte es mir angetan - mmmmhhhhh, wunderbar schmeckt er!


...Ingwer und Knoblauch....



...und "scharfe Nudle", auf dem Zeller "Städtlemarkt" wird jeder Hunger gestillt.




Bei herrlichem Wetter kann man vor den umliegenden Cafes im Freien die Atmosphäre genießen und von Mai bis Oktober gibt es jeden 1. Samstag im Monat Live-Musik, da macht das Bummeln unterm Storchenturm noch mehr Spaß!

Am allerbesten hat mir das "Drumrum" gefallen: das "Schwätzle" mit den Marktfrauen und -Männern und den vielen Bekannten, Freunden und Gäste die ich beim einkaufen getroffen habe.....

 "Schätzle gell, mir kaufe in Zell!"


Dienstag, 8. März 2016

Weiße Ostern?

Gestern bin ich wieder einmal meinen "Stundenweg" überm Holdersbachtal gelaufen. War ganz schön anstrengend im Schnee zu wandern - aber herrlich.  Die Sonne schien, der Schnee schmatzte unter meinen Wanderschuhen und tropfte über mir von den Zweigen, es taute. Die Bäume lieferten mir eine regelrechte Schneeballschlacht. Trotz wunderbarem Wetter kam ich deshalb nass nach Hause. Ich hatte aber damit gerechnet und meine Kamera deshalb daheim gelassen. Ein paar Fotos hab ich trotzdem für Euch - Handyfotos:






Blick ins hintere Holdersbachtal auf den Hinterbauernhof


Ganz vorne in der Mitte der Brandenkopf


Blick zu den Vogesen 


 Als ich den Blick über das Tal genoss ist mir aufgefallen, dass ich in den 19 Jahren, die ich jetzt schon im "Jägerstüble" lebe, mehr weiße Ostern als weiße Weihnachten erlebt habe. Aber....
...es ist ja noch nicht Ostern. Frühling, Du darfst ruhig langsam mal vorbei schauen, im Harmersbachtal!