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Sonntag, 30. Oktober 2016

Es steht eine (Wind)Mühle im Schwarzwälder Tal


Als ich noch Kind war, kannte ich bunte Windmühlen aus Holland nur von Bildern - und die "Schwarze Mühle" aus dem Buch "Krabat" von Otfried Preußler. Die aus Holland machten Appetit auf Käse und die aus "Krabat" machten Angst.

Zur heutigen Zeit wird bei uns in den Schwarzwaldtälern und auf den Höhen heftig über den Ausbau der Windkraft diskutiert. Vor allem die Dimension der neuesten Windräder mit über 220 Meter Höhe sorgt bei vielen Menschen für Grummeln im Bauch.
Nun haben wir Zwei von der "Bürgerliste" uns letzten Montag auf den Weg zum "Kambacher Eck", zwischen Welschensteinach und Schuttertal, gemacht. Dort oben wurden vier der zur Zeit größten Windenergieanlagen gebaut und wenn wir aus unserem Harmersbachtal Richtung Zell hinaus fahren, können wir sie wunderbar auf den Höhen des Schuttertales sehen.



Durch Welschensteinach hinauf zur "Kambacher Hütte" ist es nicht weit und bald fährt man auf das erste der vier Windräder zu...



...und irgendwie habe ich ein seltsames Gefühl, beim Anblick dieser "Windmühle" - als würde ich eine andere Dimension betreten.




Und es sind gewaltig beeindruckende Dimensionen, die wir betreten! Schon die Flächen, die für die Windräder planiert und befestigt wurden haben die Größe eines Fußballfeldes - oder gar noch mehr?





Man verliert leicht das Verhältnis zu Größe und Höhe und Weite......und Breite! 



Auf dem obigen Foto ist das Verhältnis Mensch Baum und Windrad sehr gut zu erkennen!




Wir sind keine Experten und ganz bestimmt auch keine Gegner der Windenergie, doch fragen wir uns beim Anblick dieser Tafel, ob diese Art der Stromerzeugung die dazu gehörige Störung des Waldes, der Natur, der gewachsenen Kulturlandschaft, rechtfertigt.





Hier im Schwarzwald gibt es im Sommer oft Gewitter und Schlagwetter und die Täler haben in den letzten Jahren immer größere Probleme, die ins Tal stürzende Regenmassen aufzuhalten bzw. einzudämmen. Mit schuldig ist die zunehmende Bodenverdichtung, auch in den Wäldern, in denen immer mehr befestigte Waldwege für guten Abtransport des Holzes sorgen müssen.





Für die neuen Windräder werden mehr Wege benötigt! Große und breite und gut befestigte Straßen! Für den Bau eines dieser größten WEAs fahren laut "Enercon" 140 Betonlastwagen. Da sind die LKWs, die das Baumaterial und die Arbeiter an Ort und Stelle transportieren, noch nicht dabei! Manche dieser Autobahnen im Wald werden nach der Fertigstellung des Windparks wieder zurück gebaut...





...doch ist es immer ein Eingriff in die Natur. Wie lange dauert es, bis sie sich davon erholt hat? Hat sie sich vielleicht gerade erholt, wenn die Windräder auf Grund ihres Alters, wieder abgebaut werden und man die Wege doch wieder dazu benötigt?





Wir wollten uns alle 4 Räder anschauen, doch an das Vierte sind wir wegen Waldarbeiten nicht ran gekommen. Als wir umkehren, stehen wir relativ genau zwischen dem 3. und 4. Windkraftrad. 
Unser Schwarzwald ist ein Genuss für die Sinne durch seine Luft und die dort zu findende Ruhe. Ruhe? Was mir an dieser Stelle stehend auffällt, während wir uns umschauen und unseren Gedanken nach gehen: hier ist es keine einzige Sekunde ruhig! Ich muss sofort an den Landwirt in Schapbach denken, dessen Hof nur 350 Meter von solch einer Anlage entfernt ist und von der Geräuschkulisse stark belastet wird...




...und ich höre nicht nur das ununterbrochene Rauschen der Rotoren, zusätzlich kommt aus der Tiefe ein dunkles beständiges Brummen dazu. Ich empfinde dies als sehr unangenehm und weiß, dass ich mir keine Wanderroute aussuchen werde, an denen ich eventuell einen Windpark passieren muss! Wird es dem zukünftigen Schwarzwaldwanderer genau so ergehen?




Auf dem Rückweg haben wir einen herrlichen Blick auf den Brandenkopf. Rechts der Fernsehturm mit seinen 113,7 Meter Höhe. Beim Aussicht genießen, stellen Roland und ich uns vor, wie unser Hausberg ausschauen würde, wenn direkt neben diesem Sendeturm ein Windrad mit 229,5 Meter Höhe stehen würde.





Gerade um diese Jahreszeit zeigt der Wald sich uns in seiner ganzen Schönheit! Ich muss immer wieder anhalten um zu fotografieren und ertappe mich dabei, wie ich mir vorstelle, auf den vor uns liegenden Bergrücken stehen in Reih und Glied ein Riesen-Windrad nach dem anderen. Da kommt uns beiden die gleiche Frage in den Sinn: Kommt der Schwarzwald auf Grund verfehlter Energiepolitik unter die Räder?




Auf unserer Heimfahrt durchs Tal von Welschensteinach halten wir noch mal an. Eine Aussicht hat es uns angetan und als Roland diesen Anblick in sich aufnimmt, meint er: "Ob die Maria mit ihren Schmerzen schon damals wusste, was einmal auf sie zukommt?" 



Ich genieße meinen Schwarzwald so gerne. Gerade wegen seiner Ruhe bringt er mir und den Einheimischen und den vielen Touristen die nötige Erholung. Werde ich das in der Zukunft auf unseren Höhen noch finden? Muss man, um auf die Atomkraft verzichten zu können, eine alte gewachsene Kulturlandschaft zerstören?
Ein Jäger am Stammtisch letzte Woche erzählte mir, dass er, wenn er Nachts oben bei der Freyersberger Hütte ansitzt, 28 rot leuchtende Windrad-Lämpchen ringsum zählt. Und das ist erst der Anfang!
Diese willkürliche rundum Verspargelung hat kein Konzept. Es gibt keinen Gesamt-Plan! Die Energiekonzerne machen, die Kommunen machen, der Kreis macht und das Land macht, einfach so drauf los!
Widerspricht diese Enegeriepolitik nicht den Zielen des Naturpark Schwarzwald "Schutz der Natur und Erhalt unserer schönen Schwarzwaldlandschaft"?
Was hat dieser massive Ausbau der Windparks für einen Nutzen, wenn in unserer Region, in "BimSch-Anträgen" von Energiekonzernen, eine Windhöfigkeit von "zum Teil bis zu 6 m/s" erwartet werden kann? Sollte es vielleicht nicht eher heißen, dass mehr als 6 m/s erwartet werden muss?

Was ist mit der alten Schwarzwälder Energiegewinnung durch Wasserkraft, die doch so zum Schwarzwald passen würde?

Ich weiß es nicht! Ich bin keine Expertin! Ich mache mir nur Sorgen!



Es steht eine Mühle
im Schwarzwälder Tal,
die klappert so herrlich, so schön.
Und wo ich geh und steh
im Tal und auf der Höh,
Da liegt mir die Mühle,
die Mühle im Sinn,
die Mühle im Schwarzwälder Tal.

Und in dieser Mühle
im Schwarzwälder Tal,
da wohnet ein Mädel so schön.
und wo ich geh und steh
im Tal und auf der Höh,
da liegt mir das Mädel,
das Mädel im Sinn,
das Mädel vom Schwarzwälder Tal.

Wir reichten zum Abschied
noch einmal die Hand
und wünschten einander viel Glück.
Und wo ich geh und steh
im Tal und auf der Höh,
Da liegt mir der Abschied,
der Abschied im Sinn,
der Abschied vom Schwarzwälder Tal

Donnerstag, 28. April 2016

Der Brandenkopf


Der Brandenkopf ist mit 945,2 m.ü.M einer der höchsten Berge des Mittleren Schwarzwaldes und bildet mit seinem Aussichtsturm und dem 114 m. hohen Funkturm des Senders Brandenkopf den visuellen Mittelpunkt des Schwarzwaldes.



Es gibt im Schwarzwald drei dieser Orientierungspunkte. Das ist im nördlichen Schwarzwald der Aussichtsturm auf der Hornisgrinde beim Mummelsee...

Bildmitte im Hintergrund die Hornisgrinde

...im Süden des Schwarzwaldes setzt dieser Punkt der bekannte und höchste Schwarzwaldberg, der Feldberg...
Blick vom Brandenkopfturm aus auf den schneebedeckten Feldberg

Blick vom Löcherberg kommend ins Harmersbachtal und auf den Brandenkopf

...und in der Mitte des Schwarzwaldes eben der Brandenkopf. Er liegt auf den Gemarkungen der Gemeinden Oberharmersbach, Fischerbach und Hausach und egal ob man aus Nord oder Süd, von Ost oder West ins Harmersbachtal fährt, ist der Brandenkopf mit seinen Türmen und dem Windrad zu sehen.


Die Spitze des Berges Brandenkopf gehört zu Oberharmersbach, außerdem ist der Berg selbst geografischer Mittelpunkt der Täler der Kinzig, der Wolf und des Harmersbaches.

Der Westweg, einer der Top-Wanderwege Deutschlands, führt über eine Verbindung zum Brandenkopf

Ist man im mittleren Schwarzwald unterwegs, ist der Brandenkopf schon von weither sichtbar und so bildet er immer auch ein guter Orientierungspunkt für Fremde und nicht ortskundige Touristen.

Blick zum Brandenkopf von Fischerbach aus


Blick vom Premiumwanderweg "Hahn und Henne" zum Brandenkopf

Den Namen Brandenkopf hat der Berg nach dem großen Waldbrand im Jahre 1730 erhalten. Davor wurde er Varnlehenskopf genannt. Er ist mit Straßen und Wanderwegen aus verschiedenen Richtungen gut erschlossen und mit dem gastronomisch betriebenen Wanderheim gibt es auch eine gute Einkehrmöglichkeit.

Aussichtsturm mit Wanderheim


Wunderbar genießen kann man bei herrlichstem Wetter die Aussichten von der Plattform des alten Steinturmes. Wer zum ersten Mal Urlaub in der Ferienregion Brandenkopf macht, für den ist immer auch eines der ersten Ausflugsziele der Brandenkopf - egal ob auf Schusters Rappen, mit zwei oder vier Rädern.

Blick vom Aussichtsturm auf des 11 Kilometer lange Tal Oberharmersbach

Nie vergessen werde ich, wie in den 70er Jahren der Fernsehturm auf den Brandenkopf gebaut wurde, die riesigen schweren Kran- und Lastwagen, die sich unterhalb meines Elternhauses durch das Waldhäusertal 9 Kilometer bergauf quälten. Und unvergessen die Schlittenfahrten im Winter, wenn mein Vater uns Kinder mit seinem Traktor zum Brandenkopf hoch gefahren hat und wir mit unseren Holzschlitten die Serpentinen ausrodelten - herrlich!

Blick von der Aussichtsplattform ins Gutach- und Wolftal

  Der Brandenkopf - Hausberg meiner Heimat!



Freitag, 18. Juli 2014

Gemeinderätin

"Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern."

Letzten Montag war es soweit - der neue Gemeinderat tagte im Sitzungssaal des Rathauses.

Da freuen sie sich, die "Zwei von der Bürgerliste" - am Ratstisch ganz links außen sitzend.

Danke Roland Buttgereit für die Blumen im Wasserkocher, Deinen "launischen Bericht zur Sitzung" und die Tränen, die ich dabei gelacht habe :-)
Danke an unsere treuen Mitstreiter der "Bürgerliste" für Euer zahlreiches Erscheinen!
Danke Hermann Kornmayer für die Fotos!


Montag, 26. Mai 2014

Grünes Oberharmersbach

Unser Dorf ist - grün! Grüne Wiesen und Wälder prägen die Landschaft von Oberharmersbach und seit heute haben wir sogar einen "Grünen" Sitz im Gemeinderat :-)
Das freut mich, denn ich stand mit diesem "Grünen" als Unparteiische Kandidatin mit auf der "Bürgerliste Oberharmersbach" und bin auch drin - im zukünftigen Gemeinderat!
2 Sitze haben wir geholt! Einen von der CDU, einen von der FWU! Aus dem Stand weg!
Danke an die Wähler und Wählerinnen für 2431 Stimmen, wir stehen in Eurer Verantwortung und der aller Oberharmersbacher Bürger und Bürgerinnen!




Eine erste Wahlanalyse:


So, und jetzt schauen wir mal was da auf uns zu kommen mag, die nächsten 5 Jahre. Ich bin gespannt! Vielleicht ein bisschen frischer Wind im Rathaus? Ich freu mich drauf!

Samstag, 24. Mai 2014

Mit Gedanken bedanken


Da sitze ich nun - schaue auf Oberharmersbach und genieße die Stille und das schöne Wetter.
Die letzten Wochen - nein, die letzten Monate waren heftig! Vieles hat sich geändert, vieles habe ich dazu gelernt! Ich habe mich verändert! Sogar die Menschen um mich herum sind ein bisschen anders geworden!
Manchmal war ich der Verzweiflung nahe, manchmal überglücklich, manchmal genervt und manchmal richtig wütend!
Ich habe gegrübelt ob ich auf dem richtigen Weg bin, mich offen und transparent zu zeigen, zu meiner Meinung zu stehen, meine Gefühle offen darzustellen - so wie z.B. hier im Jägiblog!
Doch gerade diese Offenheit hat mir in diesen Wochen auch gezeigt, wie viele Menschen es gibt, die gerade das an mir schätzen, die zu mir stehen, die ich meine Freunde nennen kann, die mich glücklich machen!
Und alleine deshalb waren es schöne Monate, spannend bis heute und ich habe das Gefühl, dass sie noch lange nicht zu Ende sind, die Zeiten der großen Emotionen.

Transparenz, Offenheit, Ehrlichkeit und Menschlichkeit - das sind für mich die Zauberworte der Zukunft! Damit kann ich was erreichen, daran kann man mich messen! Alles was für die Öffentlichkeit bestimmt ist, soll auch öffentlich erreichbar sein - alles!!!
Genau so wünsche ich mir die Menschen um mich herum! Kommt auf mich zu, sagt mir, was Ihr Euch wünscht, was Euch auf den Keks geht, was Ihr hören, lesen und wissen wollt, was Eure Meinung ist!
Man muss nicht einer Meinung sein - aber man muss zu seiner Meinung stehen - offen und ehrlich - und bitte nicht anonym! Wer nicht mit seinem Namen zu seinen Ansichten stehen kann, der solle lieber schweigen!

Ich werde in Zukunft bestimmt nicht alles besser machen, das kann ich nicht! Aber ich werde versuchen es anders zu machen! 



Ein ganz ganz großes Dankeschön an alle Menschen, die mir persönlich und vor allem in den sozialen Netzwerken des Web 2,0 so große Solidarität bekundet haben! Ich kann Euch gar nicht sagen, wie das gut getan hat! Danke, dass es Euch gibt!

Eure Sonja

Mittwoch, 2. April 2014

Geduld und Herzblut

Es ist hier ein bisschen ruhig geworden - ich weiß! Verzeiht mir! Aber es prallt gerade sooooo viel Neues auf mich ein und ich muss aufpassen, dass mir dabei mein Herzblut für's Schreiben nicht verloren geht! Hier meine Gedanken und Geschichten los zu werden, hat mir immer gut getan! Habt Geduld mit mir - ich gelobe Besserung!

Ich werde am 25. Mai für die "Bürgerliste Oberharmersbach" zur Gemeinderatswahl antreten! Die Bürgerliste ist ein Zusammenschluss aus Mitgliedern der "Bündnis 90/Die Grünen", der Bürgerinitiative "Bürger von Oberharmersbach schaffen Energiewende" und Bürgern, die sich einsetzen wollen für eine Gemeindepolitik des "Gehörtwerdens und des Mitmachens". Dafür und für die Bürger von Oberharmersbach will ich gerne mein Herzblut geben!

von links: Philipp Maier, Roland Benz, Roland Buttgereit, Sonja Wurth, Gerd Hilger, Ulli Wendler, Sven Schuler

Außerdem hat bei herrlichstem Frühlingswetter im Jägerstüble schlagartig die Saison angefangen und so darf ich mein ganz großes Wirtinnen-Herzblut nicht vergessen!

Der Sonne gehörte schon immer mein Herzblut - sie scheint zur Zeit jeden Tag! Ich hab mir Blumen und Kräuter gekauft und verbringe die Vormittage im "Jägi"-Garten - an dem hängt nämlich auch noch mein Herz - dort komme ich zur Ruhe!



Erfolg nährt sich von Herzblut und Herzblut ist Liebe. Darum liebe, was tu tust!
Gudrun Zydek

Samstag, 22. Februar 2014

Schwarzwaldort im Harmersbachtal sucht!

"Nicht schimpfen, sondern mitmachen!", sagte Hinterbauer Senior Hubert zu seinen Lebzeiten immer zu mir, wenn ich mich zu gemeindepolitischen Themen äußerte. Er war lange Jahre Mitglied im Oberharmersbacher Gemeinderat.

Im Rathaus wird ein Zimmer frei! 12 Stühle sind neu zu besetzen! 

Wenn ich Bürger von Oberharmersbach bin, mit Blick aufs Ganze.
Wenn ich was verändern will,
wenn ich mich für mehr Offenheit und Ehrlichkeit einsetzen will,
wenn ich öffentliche Interessen über die Eigenen stellen will,
wenn ich auch FÜR den Bürger da sein will,
wenn ich  Gemeindepolitik in Zukunft aktiv, und nicht nur am Stammtisch, mitgestalten will,
wenn ich nicht nur schimpfen, sondern mit diskutieren und mit entscheiden will,
dann muss ich es versuchen!

Was habe ich zu gewinnen?
In allen Lebensbereichen dazu lernen.
Freude am Gestalten und Mitmachen.

Was habe ich zu verlieren?
Nichts. Außer ein wenig Zeit.


Ich will es versuchen - und könnte noch Verstärkung gebrauchen!


Am kommenden Montag, den 24.02.2014 um 19:30 Uhr, treffen sich im "Jägerstüble" die Kandidaten der Listenverbindung "Bürgerliste" Oberharmersbach zu ihrer Nominierungsveranstaltung und ich rufe interessierte Oberharmersbacher Bürger zum Kommen auf! Es sind noch ein paar Listenplätze frei und ich würde mich sehr über Euer Kommen freuen!

Eure "Jägi"-Wirtin Sonja



Sonntag, 19. Januar 2014

Ferienregion...

Irgendwie versteht die Wirtin den Artikel nicht so recht!

Seit ich diesen Artikel in der Schwarzwälder Post vom 17.01.2014 gelesen habe, werde ich das Gefühl nicht los, dass unsere "Ferienregion Brandenkopf" - nach einem Schritt vor, im Jahre 2012 - nun zwei Schritte zurück geht.

Wenn wir es nicht schaffen vier Gemeinden bzw. Bürgermeister unter einen Hut zu kriegen, wie lange soll es dann gehen, bis 23 Gemeinden sich touristisch zusammen schließen werden.
Wobei ich schon gehört habe, dass einige dieser Tourismusorte gar kein großes Interesse haben, in eine gemeinsame Organisation einzutreten.
Selbst wenn das irgendwann einmal geschafft ist, wird es sich bei der Kinzigtal GmbH nur um eine Marketingorganisation handeln, die den einzelnen Tourismusorten verwaltungstechnisch, damit finanziell, keine Erleichterung bringen wird.

Gedanken einer Wirtin!

Nur mal so!

Dienstag, 14. Januar 2014

Einladung

Die Bürgerinitiative "Bürger schaffen Energiewende" Oberharmersbach organisiert und veranstaltet in Zusammenarbeit mit "Bündnis '90/Die Grünen", Ortenau/Kinzigtal 

am       Montag, 27.01.2014 / 19:30 Uhr

einen    Informations- und Gesprächsabend zum Thema
„Bürgerbeteiligung – die Politik des Gehörtwerdens“

mit       Thomas Marwein, MdL (Bündnis‘90/ Die Grünen)
           
als Gast und Hauptgesprächspartner


Ziel der Veranstaltung ist es, gemeinsam über Möglichkeiten und Zielsetzungen von Bürgerbeteiligungen zu diskutieren und Wege aufzuzeigen, wie Bürgerinnen und Bürger noch intensiver in wichtige Entscheidungsprozesse und Projekte eingebunden werden können.

Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung, der Eintritt ist frei!


Mir persönlich liegt dieses Thema schon immer am Herzen, weil ich das "Gehört werden" der Bürger/innen bei unseren Politikern am meisten vermisse.
Ich würde mich freuen, wenn ein paar meiner treuen Blogleser aus dem Ort und der Umgebung diese Veranstaltung mit ihrem Kommen unterstützen - ich werde dort sein!


Aufgeschlossenheit ist der Schlüssel zum Verständnis füreinander.
Ernst Ferstl

Samstag, 14. Dezember 2013

Fragen, Gerüchte und Sorgen einer Bürgerin

Die rot umrandete Anzeige im Verkündblatt der Gemeinde Oberharmersbach dieser Woche lässt bei mir den Gedanken aufkommen, dass hier im Ort die Kommunikation in letzter Zeit arg zu wünschen übrig lässt:


Was heißt: "...erfahrener Nahwärmenetzfachmann..."? Ist die Firma Solarcomplex nicht mehr dabei?
Was heißt: "(wurde) die technische und wirtschaftliche Projektauslegung weiter optimiert,..."? Was für technische und wirtschaftliche Auslegungen?
Was heißt: "Weitere einschneidende Veränderungen in der Projektauslegung..." Was für einschneidende Veränderungen sind das? Und warum sind auf einmal EINSCHNEIDENDE Veränderungen nötig?

Seit vielen Tagen gehen Gerüchte um, die es eigentlich dringend nötig machen, offen und ehrlich mit den Bürgern von Oberharmersbach zu kommunizieren! Aber irgendwie scheint das keinem der Verantwortlichen bewusst zu sein! Irgendwie habe ich ganz stark das Gefühl, dass es Offenheit und Ehrlichkeit im Ort schon lange nicht mehr gibt!

Ich habe gehört, dass es Bürger gibt, die sich nicht mehr trauen öffentlich ihre Meinung zu äußern aus Angst vor unangenehmen Folgen - am Arbeitsplatz, für ihr Unternehmen, für ihre Familienangehörigen!

Ich mache mir große Sorgen um unser Dorf! Wir leben in einer Demokratie - und ich bin stolz darauf!
Wenn meine Sorgen unbegründet sind, dann lasst es mich bitte wissen!

Dienstag, 3. September 2013

Ferienregion Brandenkopf

Seit ein paar Tagen ist der neue Internetauftritt der Ferienregion Brandenkopf online.
Schön, luftig, frisch und übersichtlich - mit vielen tollen Fotos.
Schaut rein, schmökert ein bisschen rum und sucht mal das Jägerstüble - es lohnt sich!


Kompliment an die Agentur "Land in Sicht" in Sulzburg - habt Ihr gut gemacht!

Donnerstag, 1. August 2013

Es war einmal...

...im Sommer in einem reichen Land anno 2013. Hochsaison in einem kleinen Dorf mitten in einer touristischen Region, Schwarzwald genannt. Auch kleine und mittlere Handwerksbetriebe sind in diesem Ort ansässig, manche sogar mit Internationalen Geschäftskontakten, und sorgen mit ihrer Gewerbesteuer für Gemeindeeinnahmen.
Die Internetverbindungen laufen größtenteils durch Telefonkabel, die in den 60er und 70er Jahre in die Erde gegraben wurden - oder vielleicht sogar noch früher?
Will man als Tourist sein Handy nutzen, kann man die Suche nach einem funktionierenden Funknetz gleich mit einer großen Ortsbesichtigung verbinden! In vielen Tälern gibt es gar kein Netz, und wenn, dann nur bei schönem Wetter!!!

Die Gemeinde dieses Schwarzwald-Dorfes will nun Zuschüsse für die "Orts-Sanierung" in Anspruch nehmen. Das "alte" Postgebäude soll abgerissen und im Zuge dessen der Rathausplatz verschönert werden.
Manch Bürger des Dorfes fragt sich aber, ob das sein muss? Eben erst wurde doch in diesem Gebäude die tolle Gemeinschaftspraxis der Allgemein-Ärzte eingerichtet!
Die Gemeinde erhält aber doch Zuschüsse, die muss man in Anspruch nehmen!
Wer aber zahlt letztendlich diese Zuschüsse?
Der Steuerzahler!
Und die Gemeinde muss Kredite aufnehmen, die Zinsen dafür zahlt... der Bürger.
Was bringt eine "Verschönerung" der Ortsmitte?
Dem Bürgermeister eine schöne Aussicht aus dem Rathaus ;-)
Der Gemeinde und den ortsansässigen Unternehmen auf jeden Fall keine Mehreinnahmen!!!

In einem kleinen Seitental dieses Dorfes lebt und arbeitet eine Wirtin, die ihren Blick schon immer in die Zukunft gerichtet hatte. Und ihre Vision wäre:
Die Gemeinde des Schwarzwald-Dorfes nimmt Zuschüsse von der EU, vom Land, Bund, dem E-Werk und der Telekom in Anspruch. Die Wasser-, Abwasser und Telefonleitungen werden saniert bzw. erneuert, die Stromleitungen und Breitbandkabel werden mit verlegt und im Zuge dessen die Straßen des gesamten Gemeindegebietes saniert, die teilweise in desolatem Zustand sind. Der Steuerzahler muss die Zuschüsse und die Zinsen genauso bezahlen aber auf Dauer bringt es dem Ort Mehrwert und vor allem Mehreinnahmen!
Ja ja, die Erzählerin weiß: "Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen!" ;-)
ABER:
Schnelles Internet erhöht die Grundstückswerte!
Schnelles Internet ist für den Tourist heute fast so wichtig, wie das TV-Gerät auf dem Zimmer!
Schnelles Internet ist nicht nur für Unternehmen wichtig, die international tätig sind!
Schnelles Internet kann somit Unternehmen anlocken!
Schnelles Internet sorgt für Arbeitsplätze!
Schnelles Internet sorgt für Infrastruktur!

Der Schwarzwaldort hatte nun im Sommer 2013 für mindestens 28 Stunden keine Internetverbindung! Es waren etwa 1000 Kunden betroffen! Die Telekom hatte allerdings den Schaden selbst verursacht und musste eine komplette Baugruppe an wichtigem Knotenpunkt austauschen. Die Baugruppe war nicht vorrätig und musste erst bestellt werden. Konnte somit erst einen Tag später eingebaut werden. Man hat gehört, dass es Teilnehmer geben soll, deren Internetverbindung sogar bis heute noch nicht funktioniert.
Viele Bürger fragen sich, was passiert, wenn es eines Tages einmal unter der Erde an den veralteten Kabel eine Störung geben wird!
Die Internetverbindungen im Gasthaus der Wirtin sind zum Beispiel seit Tagen sehr schwach und haben immer wieder Ausfälle!
Mittlerweile buchen 80 % der Gäste dieses Haus wegen dem kostenlosen WLAN-Angebot und fast alle anreisenden Gäste fragen zuerst nach dem WLAN-Schlüssel! Täglich gehen übers Internet Tisch-Reservierungen ein und der Wirt und seine Gäste lesen die Tageszeitung auf dem ipad, da der Postbote meist erst Nachmittags ins Tal kommt.
Deshalb stellt dieses Haus heute hier eine fiktive (nicht so ernst gemeinte) Rechnung an die Verantwortlichen der Gemeinde und der Telekommunikationsgesellschaft: *



*Die Handlung und die handelnden Personen, sowie der Ort sind frei erfunden. Alle Ähnlichkeiten mit toten oder lebenden Personen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind nicht beabsichtigt und wären rein zufällig ;-)


Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen: "Warum?" Ich träume von Dingen, die es nie gab, und sage: "Warum nicht?
John F. Kennedy

Freitag, 12. Juli 2013

Praktiker - Da haben wir den Rabatt

Ich predige es immer wieder und sage schon lange, dass Rabatt-Aktionen der falsche Weg sind. In jedem Unternehmen und in der Gastronomie und Hotellerie sowieso.
Bestätigt wurde ich diese Woche in meiner Meinung mit der Insolvenz von Praktiker-Baumarkt.
Das Jägerstüble hatte die Oberharmersbacher Rabatt-Aktion "Vespertaler" zum Januar 2013 gekündigt und unsere Umsätze sind trotzdem bis Mai um 3,5 % gestiegen. Trotz schlechtem Wetter und einem viel zu langen Winter. 
In flauen Zeiten, die es nun mal rund ein halbes Jahr in Oberharmersbach gibt, bleibt ein schlechtes Geschäft halt ein schlechtes Geschäft. Aber gerade dann verdient man an "normalen" Preisen doch besser, als wenn ich mich mit Aktionen verkaufe, die im Endeffekt meistens keine neuen Stammgäste anlocken, sondern nach meiner Erfahrung nur "Schäppchenjäger". Biete ich das "Schnäppchen" nicht mehr an, sehe ich diese Gäste nicht mehr.
Bekomme ich mein Haus nur noch mit diesen Gästen belegt, ist es sowieso schon zu spät! Es wird zum Kreislauf aus dem ich nicht mehr heraus komme. Ich werde am Personal sparen müssen, an den Investitionen und letztendlich wird die Qualität leiden! Langfristig bringt es niemanden voran. Qualität kostet Geld, keine Qualtität kostet Kunden! Nur mit richtigen Preisen kann der Gast die Qualität des Hauses ermessen!
Deshalb kann ich alle Gastronomen, Hoteliers und Zimmervermieter nur raten, hört auf mit diesem Rabatt-Wahnsinn! Wenn nix los ist, legt Euch lieber mal auf's Ohr und tankt Kraft für die starken Zeiten zu denen Ihr dann "richtiges" Geld verdienen könnt - da hat jeder was davon, auch der Gast.
Wenn gar nix mehr los ist, dann müsst Ihr den Riegel früher oder später sowieso zu machen und nach einer neuen Zukunft suchen! 
Aber damit schadet man der ganzen Infrastruktur auf Dauer weniger, als mit "Billig-Preisen"!

Mehr zum Thema "Vespertaler" könnt Ihr hier nachlesen:  http://jaegerstueble.blogspot.de/2011/06/vespertaler.html

Freitag, 1. März 2013

Rückgang der Tourismuszahlen in Oberharmersbach

Ich mache mir große Sorgen um Oberharmersbach!
In den letzten Tagen wurden in diversen Zeitungsartikeln die Tourismus-Zahlen der Ferienregion Brandenkopf und des Ortenaukreises veröffentlicht.
Diese Zahlen sehen im allgemeinen ganz gut aus, manchmal sogar sehr gut! Die Orte der Ferienregion haben alle leichte bzw. Biberach sogar gewaltige Zuwächse.
Im Ortenaukreis kann man sogar von Rekordzahlen sprechen: ein plus von 7 % im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr ist gewaltig. Toll!
Die Zahlen von Oberharmersbach sehen allerdings nicht gut aus. Ein Rückgang von mehr als 7 % muss bei allen, ich betone das, bei ALLEN Bürgern die Alarmglocken klingeln lassen. Und wie ich aus meinen Stammtischgesprächen mit bekomme, klingeln die auch bei Vielen. Denn unser ganzer Ort ist abhängig vom Tourismus.
Die Tourismus-Verantwortlichen in der Verwaltung wollen nun diese schlechten Zahlen von Oberharmersbach genauer analysieren. Ich habe sie schon lange analysiert und es ist für mich auch nicht verwunderlich, dass wir uns immer öfter mit rückläufigen Zahlen abfinden werden müssen. Schon 2010 hatten wir einen Rückgang von 7,9 %. Ich glaube auch nicht, dass wir das noch drehen können. Wir haben keine Häuser, wie in Biberach der "Badische Hof" oder das "Kreuz". Beide Häuser liegen im Ortsteil Prinzbach und haben in den letzten Jahren immer viel und richtig investiert. Auch Zell kann mit den "Klosterbräustuben" ein gutes 3 Sterne Hotel mit Wellness anbieten.
Im Kinzigtal sind die Zahlen ebenfalls meist gestiegen, Dank sehr guten Häusern, bei denen Qualität und Service stimmt - und - die Preise vom Gast verlangen, die die laufenden und steigenden Kosten und Investitionen immer abdecken. Denn es MUSS kontinuierlich investiert werden! Nur wer das als Gastronom schafft hat Zukunft! Die "Blume" in Haslach-Schnellingen wird 4,5 Millionen in ein neues Gästehaus mit großem Wellnessbereich investieren! Klasse! Wetten wir, dass daraufhin die Übernachtungszahlen für Haslach weiter steigen werden?
Die großen Häuser hier im Ort, haben diese Chancen verpasst. Sie haben in den fetten Jahren den falschen Weg eingeschlagen: Billig-Tourismus und Masse statt Klasse! Und dieser Weg rächt sich nun! Das wird sich auch nicht mehr ändern lassen, denn aus dieser Abwärtsspirale kommt man nicht mehr raus, dafür dauert sie schon viel zu lange.
Die kleinen und guten Häuser in Oberharmersbach, die wir natürlich trotzdem immer noch haben und die genauso wichtig sind, werden diese große Zahl der Übernachtungsrückgänge nie auffangen können. Ich denke, damit wird sich unsere Gemeinde abfinden müssen, so grausam sich das auch anhört. Das Schiff ist schon viel zu tief gesunken um es nochmal an Land retten zu können.
Allerdings werden diese guten Gastgeber hoffentlich trotzdem überleben können, gerade weil sie nicht so groß geworden sind und sich immer wieder anstrengen und auch mal versuchen neue Wege zu gehen! Weiter so - macht das Beste daraus!
Mich bestätigt diese Entwicklung darin, voll und ganz hinter den Tourismus-Zusammenschlüssen "Ferienregion Brandenkopf" und "Kinzigtal" zu stehen!

Wenn solch schlechte Zahlen veröffentlicht werden, fällt mir immer wieder dieses Zukunfts-Video ein, das zum Nachdenken anregt:



Artikel zu den Tourismuszahlen der Ferienregion Brandenkopf:
http://www.bo.de/Lokales/Offenburg/Biberach-und-Zell-legen-zu

Artikel zu den Tourismuszahlen im Ortenaukreis:
http://www.ortenaukreis.de/index.php?object=tx%7C1619.6&ModID=255&FID=1619.2859.1&&mNavID=1.100


Donnerstag, 7. Februar 2013

Noch eins zum Thema Bioenergiedorf Oberharmersbach

In der Schwarzwälder Post stand gestern - oder heute (wer die Zeitung mit der Post bekommt, erhält sie erst einen Tag später!) - dieser Artikel, der zeigt, wie man es richtig macht: Bioenergie! Stromerzeugung und viele Anschluss-Teilnehmer, zur Hälfte an Investitionskosten als in Oberharmersbach.
Damit wird der Leserbrief von Horst Lehmann, der vorletzte Woche in der selben Zeitung abgedruckt war, voll und ganz bestätigt.
Gratulation nach Schnellingen!





Samstag, 12. Januar 2013

Bioenergiedorf Oberharmersbach

Meine Gedanken zur "Nahwärme" Oberharmersbach:
Laut Machbarkeitsstudie vom 28.09.2011 wird das Projekt "Nahwärme" 12 Millionen Euro kosten.
Wer garantiert, dass es bei diesen 12 Millionen bleibt? Siehe S21, Elbphilharmonie und Berliner Großflughafen!
Für mich ist das eine ganz einfache Rechnung:
(Zuschüsse lasse ich außen vor, denn 1. bezahlt die immer der Steuerzahler und 2. bekomme ich die auch, wenn ich mir privat eine neue ökologische Heizungsanlage baue.) Wenn 400 Häuser anschließen, was ja der günstigste Fall wäre, dann sind das, bei  12 Mio., pro Haus 30 000 Euro - plus Zinsen bei 20 Jahren Laufzeit. Egal, wer nun das Geld aufbringt - Genossenschaft, Banken, Hauseigentümer usw. - diese Investition muss bezahlt werden!
Baut sich jedes dieser Häuser seine eigene Heizung wird das höchstens ein Drittel von 30 000 Euro für diesen Hausbesitzer kosten. Die Heizung läuft mindestens 20 Jahre, ich bekomme obige erwähnten Zuschüsse und ich kann heizen mit was ich will, wann ich will und wie viel ich will. Das heißt, ich bin UNABHÄNGIG!!!
Das Jägerstüble ist auch an Nahwärme angeschlossen. Wir bekommen die Wärme von der Hackschnitzelheizung vom Nachbar Schwabenlenz. Unsere 15 Jahre alte Ölzentralheizung springt bei Störungen sofort ein, wir haben in der Gaststube unseren Kachelofen und bezahlen bis jetzt die Hälfte des kWh-Preises, den ich von anderen Bioenergiedörfern mit "Nahwärmeversorgung" weiß! Der Schwabenlenz bezieht die Hackschnitzel komplett aus seinem eigenen Wald, muss nichts dazu kaufen und wir schonen unseren Ölofen, der damit eine längere Haltbarkeit haben wird. Wir haben nicht viel weniger Heizkosten, als vorher mit Öl, aber wir sind umweltfreundlicher. Und die Leitung bis zu uns hat nur 3 % Wärmeverlust!!! 
So könnte man doch auch Bioenergiedorf werden: lauter kleinere Anlagen, die mit heimischem Holz betrieben werden.
So wie es mit dem Paulimühlenhof im Dorf geschieht, so wie es die Fa. Rombach im Obertal vor hat, so wie es bei uns hier ist und wie es noch ein paar kleinere gemeinschaftliche Anlagen im Ort gibt.
Vor allem hätten wir kein Standortproblem und das allerwichtigste - wir alle wären weiterhin autark!
Es wird von Gemeindeseite und Befürwortern der "Nahwärme" immer wieder die Wertschöpfung und Bürgergemeinschaft aufgedeutet. Gemeinschaft ist immer gut, ich bin die Letzte, die gegen gemeinschaftliches Leben ist, im Gegenteil - nur in Gemeinschaft lässt es sich gut leben! Aber es muss eine solidarische Gemeinschaft sein - und keine Gemeinschaft, die abhängig macht! Gibt es Schwierigkeiten in Abhängigkeiten ist - auf deutsch gesagt - immer der Kleine der Depp! Wir werden aktuell von unseren Politikern sowieso immer mehr von viel zu vielem abhängig gemacht.
Vor einem Jahr wurden wir Holdersbacher von Gemeindeseite gebeten, das Holdersbachtal in gemeinschaftlicher Eigeninitiative an das öffentliche Abwasserkanalnetz anzuschließen. Wir hätten einen Zuschuss erhalten, den gewaltigen Rest an Kosten und Arbeit auf die Anwohner verteilen und anschließend die gleichen Abwassergebühren bezahlen sollen, wie die Bewohner im Ort. Die Kostenliste für dieses Projekt führte sogar noch gewaltige, von mir sofort widerlegte, Rechenfehler auf! Wir Holdersbacher haben uns gemeinschaftlich gegen dieses Projekt entschieden! Wir werden nur an die öffentliche Kanalisation anschließen, wenn die Gemeinde den Kanal baut! So wird wohl jedes Haus für sich selbst eine Kläranlage bauen müssen aber autark bleiben!
Einer unserer ältesten und weisesten Nachbarn hatte damals gesagt: "Wasser ist kostbar, und Wasser wird in Zukunft Luxus sein! Wir Holdersbacher haben den Luxus eigene und gute Wasserquellen zu besitzen, mit denen wir umgehen können wie wir wollen - und das darf uns "VIELLEICHT" im Jahr auch mehr kosten!"
Nach genauen Berechnungen unsererseits wird es aber in 20 Jahren nicht mehr kosten, sondern weniger, und wir bleiben unabhängig!

Wasser, Strom, Heizung UND demokratische Freiheit - in naher Zukunft, oder eigentlich heute schon, Luxus! Wenn ich dann noch den Luxus habe, über diese Güter verfügen zu können, wie ich will, dann darf mich dieser Luxus auch "vielleicht" mehr kosten!

Freitag, 9. November 2012

Gedanken und Fotos zum Jubiläumsjahr

Der gestrige Abend mit der "Wilden-Elfriede" hat unser Jubiläumsjahr beendet. Es war ein tolles Jahr, unsere Gäste waren begeistert und alle Veranstaltungen waren auch für uns ein Erfolg. Ich hatte immer viel zu lachen! Dadurch, dass alle Veranstaltungen verschieden und übers Jahr verteilt waren, hatte fast jeder unserer Stammgäste und Freunde einmal die Gelegenheit mit uns zu feiern. Und für uns war es nicht so anstrengend, wie vor 5 Jahren, als wir ein großes Fest über ein Wochenende im Sommer feierten.
Begonnen haben wir im März mit dem "Gläsernen Wochenende": jeder hatte die Möglichkeit hinter die Kulissen vom Jägerstüble zu schauen.
In der Küche gab es die Vorspeisen...




...oder ein Apperitif!

So viel Treppen gestiegen in 2 Tagen wie noch nie!








In den Gästezimmern gab es das Dessert!

So viel geredet in 2 Tagen wie noch nie ;-)







Im Sommer hat die "Bla-Bli-Bla-Blasmusik" mit uns das Jubiläum gefeiert! Bei bestem Sommerwetter (erst spät am Abend kam das Gewitter!) haben die Burschen für Bomben-Stimmung gesorgt:









Im September dann bei schönstem Wetter "Kunigunde-Luftballon" - eine Klasse für sich:









"Alfons mit de Quetsch" sorgte im Oktober für zünftige Stimmung! Unvergessen wird dabei die Einlage des hessischen Männerballetts bleiben, die in Oberharmersbach gerade "Trainingslager" hatten und bei uns zum Essen waren:






Und zum Schluss: Wild essen und anschließend Wild lachen mit "Elfriede". Dazu kann man nicht viel sagen, außer: "Micha, Du warst SPITZE!" Donnerstag Abend im November, die Stube war ausgebucht, und wir haben Tränen gelacht - was will man mehr:






Danke an alle Gäste, die mit uns gefeiert haben - ohne Euch hätten wir nichts zu feiern gehabt!
Danke an alle Akteure - ohne Euch wäre es nur halb so schön gewesen!
Danke an unser fleißiges Team und die Helfer - ohne Euch hätten wir das nicht auf die Beine stellen können!

Ach ja, und Danke an Herrn Bürgermeister Siegfried Huber und den Gemeinderat von Oberharmersbach für Euren Nicht-Besuch im Jubiläums-Jahr - ohne Euch findet normalerweise kein Firmenjubiläum statt!