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Dienstag, 17. September 2013

Heidenkirche

Gleich nach dem "Vogesenblick" ist die "Heidenkirche" eines meiner Lieblings-Wanderziele in Oberharmersbach.
Gestern war es regnerisch und auf der Höhe in den Wäldern des Schwarzwaldes hing der Nebel. So hatte ich mir nur eine kleine Wanderstrecke ausgesucht, an einen mystischen Ort - passend zum Wetter.
Mit dem Auto fuhr ich auf den Löcherbergwasen in 656 Meter Höhe. Dort habe ich bei Arthurs Imbiss einen guten Kaffee und ein leckeres Stück Heidelbeerkuchen verdrückt, bevor ich mich auf den Weg machte.


An der Löcherbergwasen-Hütte geht es vorbei mit leichtem Anstieg die blaue Raute entlang.


Nach 2,6 km erreicht man die "Heidenkirche"...


...ein imposantes Sandstein-Felsenmeer...


...toll zum klettern...


...und entdecken.


Als ich Kind war, wurde uns immer erzählt, dass die Ansammlung dieser riesigen Sandsteinfelsen eine Kultstätte in vorgeschichtlichen Zeiten gewesen wäre. Daher kommt wohl auch der Name "Heidenkirche". Doch die Felsenlandschaft hat ihren Ursprung nur mit der Kraft der Natur erhalten. Sie gehört zur Geröllsandstein-Formation des Mittleren Buntsandsteins, die besonders zur Blockbildung neigt und man in weiten Bereichen des Schwarzwaldes immer wieder findet. *



Auf meine Frage zu diesem Foto auf Facebook, wo ich denn hier wohl war, meinte jemand: 
"Im Märchenwald!"


Nachdem ich von den großen Felsen wieder heile herunter geklettert war, vernaschte ich noch schnell mein "dublo", das ich von Arthur zur Wegzehrung geschenkt bekommen hatte und machte mich bei strömenden Regen auf den Rückweg. 2 Kilometer den "durchgängigen Weg" entlang bis zum "Löcherbergwasen-Imbiss".
Arthur hatte schon Feierabend gemacht! Recht hatte er, bei dem Wetter!

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.
Laozi

Montag, 16. September 2013

Virtuell und real

Eine ganz normale Jägerstüble-Woche. Es ist immer noch Hochsaison aber der Regen verkürzte mir dieser Tage die Wege. War ich dem Petrus mal dankbar!
Ansonsten ist mir diese Woche aufgefallen, dass unser Mittags-Geschäft immer besser wird. Es gibt mittlerweile sogar Tage, da ist Mittags die Gaststube 2 mal voll besetzt, was man unter der Woche sonst sogar am Abend seltener hat. Gut so! Ist halt nur anstrengend, da wir außer Dienstags und Sonntags, keine Küchenhilfen zur Mittagszeit haben. 

Das schönste am Wochenende waren zwei besondere Besuche! 
Einmal war da Erna aus dem Rheinland! Eine ehemalige liebe Kollegin aus der "Hotel Bären"-Zeit. Sie feierte mit ihrem Mann und einer Hand voll Freunden ihren Geburtstag bei uns. Es war schön mit ihr mal wieder in alten Erinnerungen zu schwelgen.
Und dann war da der Rainer Prüm aus dem Saarland. Er ist einer meiner ältesten Freunde im Internet, ein Markentingexerte und super Fotograf: 

Foto mit freundlicher Genehmigung von Rainer Prüm

Er verbrachte mit seiner Frau einen Kurzurlaub im Jägerstüble und kann einem das Saarland so schmackhaft machen, dass ich mir vorgenommen habe, ihn und sein kleines Bundesland bald mal zu besuchen. So oft es die Zeit zu ließ, fachsimpelten wir über den großen Wert von Facebook und Co. für den Tourismus. 

Danke für viele kleine, aber super Ideen und Tipps, Rainer!

Und damit bin ich bei meinem neuen Hobby angelangt, das ich diesen Sommer entdeckt habe: es macht mir riesigen Spaß die vielen Online-Bekanntschaften im realen Leben kennen zu lernen, und man versteht sich immer sofort prächtig. Deshalb habe ich diese Woche auch ein Zimmer beim Rhönschaf-Wirt Jürgen Krenzer gebucht. Er hat mich bei der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge als Programmpunkt für den Tourismustag vorgeschlagen. Auf meinem Weg ins Erzgebirge werde ich einen Zwischenstopp bei ihm einlegen, um meinen nächsten Internet-Freund in Persona zu treffen! Freue mich darauf!


Mittwoch, 11. September 2013

Rotkraut

Rotkraut gibt es im Jägerstüble zum Hirschgulasch mit Spätzle und auf unserer Spezialitätenkarte im September zu der Entenkeule mit Kartoffelknödel!

Hier nun das Rezept von "Küchenchef" Martin (ich bekomme leider nie Mengenangaben von ihm, da er meist alles "frei Schnauze kocht" und immer wieder abschmeckt!):
Rotkrautkopf halbieren und in dünne Streifen schneiden...


...mit Zucker, Salz, Zimt, Lobeerblätter, Wacholderbeeren, Nelken (Martin nimmt Nelkenpulver, weil es für die Gäste meist unangenehm empfunden wird, auf eine frische Nelke zu beißen!)...


 ...und mit viel Rotwein und Essig beizen und einen Tag abgedeckt ziehen lassen.


Zwiebeln halbieren, in Streifen schneiden und in großem Topf...


...mit viel Schweineschmalz anschwitzen...


...das Rotkraut dazu geben und im geschlossenen Topf ca. 1 Stunde kochen...


...ist das Rotkraut zu 90 % gar, gibt Martin den Apfelmus dazu...


...man kann auch frische Apfelstücke nehmen, dann aber früher zum Kraut geben, damit sie verkocht sind bis das Kraut gar ist. Bei der Menge, die wir benötigen, ist es einfacher mit gutem Apfelmus - und das Kraut bekommt einen schönen Glanz.


Nochmals mit Salz und eventuell Zucker abschmecken - fertig!

Montag, 9. September 2013

Danke!

Danke an alle treuen Leser dieses Blogs! Euch kann man was heißen! Das Daumen drücken von Montag hat doch glatt geholfen: Sohnemann David hat einen Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf und Traumbetrieb erhalten. Ganz kurzfristig und ganz überraschend geht er seit Dienstag jeden Morgen los um einmal IT-Fachinformatiker/Systemintegration zu werden! 
Mir ist jedenfalls ein ganz großer Stein, nee, ein Felsen, vom Herzen gefallen - bestimmt habt Ihr es rummsen gehört ;-) Ja und am Montagabend wurde auf der Kilwi getanzt und gelacht was das Zeug hält - ich war aufgedreht wie schon lange nicht mehr. Gott sei Dank war mein Auto dabei, so musste ich mich nach einem Weinschorle (das nach Mehr geschmeckt hat!) am Sprudel festhalten ;-)

Danke an Hildebert und "Kloppi", die mich wunderbar unterhalten haben und prompt am Mittwochabend nach dem Fussballspiel, Oberharmersbach gegen Nordrach, im Jägerstüble eingetrudelt sind. Hildeberts Abschiedsgruß klingt mir heute noch in den Ohren und lässt mich schmunzeln: "Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß wie ich leide!"

Danke an den Wettergott! Er hat mir diese Woche nochmals herrlichstes Schwimmbadwetter beschert. Jetzt ist die Freibadsaison in Oberharmersbach zu Ende und ich kann mich Vormittags wieder mal ganz in Ruhe meinem wilden Garten widmen!



Danke an die Entenkeulen! Sie verbreiteten diese Woche einen herrlichen Duft durch das ganze Haus!



Danke für eine schöne Woche - wenn da der Samstag nicht gewesen wäre! 
Es hat damit angefangen, dass ich 3 Gäste zum Frühstück vergessen hatte (das ist mir noch nie passiert!). Und wenn der Tag so beginnt, dann kann er nur schief gehen: Gläser werden zu Scherben als sie mir aus den Händen gleiten, die Gäste kippen das Bier in halbe Liter unter die Tische, Essen vergessen, auf der Terrasse stolpern und Kaffee ausschütten - so ging es bis zum Abend fort! Grausam! Ich war genervt!
Danke an die vielen netten Gäste, die mich trotzdem ertragen haben!

Danke für einen stressigen Sonntag, an dem alles wieder gut war und ich mein Bestes gab!

Danke, dass jetzt Montag ist - Ruhetag!

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Francis Bacon

Freitag, 6. September 2013

Mittags-Geschichten

Jetzt habe ich mich aber mal gefreut! Eine ältere Dame auf der Terrasse bestellt ein Jägerschnitzel mit Spätzle und Salat. Ich frage sie: "Eine große oder eine kleine Portion!" "Eine normale, große Portion!", antwortet sie.
Den Salat hat sie geschafft aber nur die Hälfte des Jägerschnitzels und der Beilagen. Als ich abräume sagt sie: "Gut war es! Ich hab es nicht geschafft aber dass Sie es so gut meinen mit Ihren Gästen, das gefällt mir!"
Da musste ich herzlich lachen, denn die meisten Gäste stöhnen einfach nur über die großen Portionen (auch wenn ich ihnen die Kleine empfohlen hatte!) anstatt sich darüber zu freuen, dass sie hier aus dem Jägerstüble nicht hungrig hinaus gehen ;-)


Dienstag, 3. September 2013

Ferienregion Brandenkopf

Seit ein paar Tagen ist der neue Internetauftritt der Ferienregion Brandenkopf online.
Schön, luftig, frisch und übersichtlich - mit vielen tollen Fotos.
Schaut rein, schmökert ein bisschen rum und sucht mal das Jägerstüble - es lohnt sich!


Kompliment an die Agentur "Land in Sicht" in Sulzburg - habt Ihr gut gemacht!

Montag, 2. September 2013

Tschüss!


So habe ich diese Woche einen Kollegen verabschiedet, der mir schon lange bei den Sozialen Netzwerken folgt und der mit seiner Frau auf der Heimreise vom wohlverdienten Urlaub, einen Abstecher zur "bloggenden Wirtin aus dem Schwarzwald" machen wollte: der Wirt von der "Pagodenburg" in Rastatt! Danke für Euren Besuch!

Und mit diesem Besuch ging ein bombastischer August vorbei, der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und im Jägerstüble haben wir die Steakwochen geschafft - nie haben wir so viele USA-Rindernackensteaks verkauft wie dieses Jahr!

Im September dreht sich dann alles ums Geflügel:
Salat mit Hähnchenspieße...

Hühnerfrikassee mit Reis und Erbsen...

Putenschnitzel paniert mit Pommes und Salat...

Entenkeule mit Kartoffelknödel und Rotkraut...

Außerdem werde ich in den ersten Septembertagen Morgens noch mal das Schwimmbad genießen! Um diese Jahreszeit kann ich ganz entspannt meine Bahnen ziehen - hab den Pool meist für mich alleine ;-)


Aber der allerwichtigste Tag der kommenden Woche ist jetzt schon angebrochen: Heute zwischen 9:30 Uhr und 10 Uhr wird es spannend für mich und falls Ihr dieses Blog hier gerne lest und zufällig heute früh in dieser Zeit an mich denkt, dann drückt mal gaaaanz fest die Daumen! Wenn das Daumen drücken geholfen hat, dann werde ich Euch in den nächsten Tagen mit viiiiiel Freude berichten, für was Ihr gedrückt habt ;-)
...und da heute mein Sonntag ist kann sogar sein, dass ich dann am Abend mal wieder das Tanzbein schwingen werde - auf der Oberharmersbacher "Kilwi"! 

Wer bei der Ernte schwitzt, soll zur Kirmes tanzen.
Unbekannter Verfasser