Aus dem Leben einer Wirtin

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Samstag, 26. Januar 2013

Feierabend mit Musik

Eifrige Leser dieses Blogs wissen, dass ich zum Feierabend immer gerne Musik höre und ab und an mal was darüber hier schreibe, da mir immer eine kleine Geschichte aus meinem Leben dazu einfällt.
Die "Toten-Hosen" waren immer der Dauerbrenner zu unseren "Adler-Zeiten" von 1992 bis 1997. Der "Adler", mitten im Dorf in Oberharmersbach war ein gutbürgerliches Lokal mit großem Tresen und zu unserer Wirtezeit der Treffpunkt für Junge und Junggebliebene. Wir hatten eine riesige Schallplattensammlung die dort zum Einsatz kam und später durch CDs ersetzt wurde, um die Platten zu schonen. So konnten wir die vielen unterschiedlichen Musikwünsche unserer Gäste stets erfüllen. Es gab viele Live-Rock-Konzerte und Musikveranstaltungen die immer bis unters Dach ausgebucht waren. Zur Fasent war im "Adler" natürlich auch die Hölle los. Mit der Oberharmersbacher Rock-Band "Alc 4,9% voll" haben meine Schwester Claudia und ich jeden Fasentsamstag den "Adler-Ball" veranstaltet, mit Ballett, Büttenreden, Sketchen und natürlich viel Gesang und Musik. Werde mal ein paar Fotos aus der Kiste kramen und zur Fasent hier veröffentlichen, wird bestimmt interessant! ;-)
War eine schöne Zeit an die ich und alle damaligen Gäste immer wieder gerne zurück denken! Und zu diesen Zeiten gehörten unter anderem die Songs von den "Toten-Hosen".
Heute Abend habe ich ein Stück der Band ausgesucht, das lange nach unserer Adlerzeit veröffentlicht wurde, nämlich im Jahre 2005 nach ihrem Live-Auftritt im Wiener Burgtheater. Mir persönlich haben schon immer die Texte der Band am besten gefallen. Und mit diesem tollen Text gehe ich jetzt träumen und sage: Gute Nacht!





Freitag, 25. Januar 2013

Wenn der Wurm drin ist, ist er drin

Letzte Woche ging es los - mit dem Wurm: Pumpe von der MEIKO Geschirrspülmaschine in der Küche kaputt. Monteur von "Friedmann" war fast den ganzen Tag beschäftigt, bis er die alte Pumpe ausgebaut, die Neue gekommen und diese dann eingebaut hatte. Ich will gar nicht wissen, wie hoch die Rechnung sein wird :-(
Ich ahnte ja da schon, dass das erst der Anfang sein wird. Denn wenn bei uns etwas kaputt geht, dann kommen garantiert noch ein paar andere Teile hinterher, die das Zeitliche segnen.
Am Sonntag hat sich diese Ahnung schon angefangen zu bestätigen: in den Gäste-WC's lief das Wasser nicht mehr ab. Montag morgen gleich den Klempner angerufen, der kam am Mittag vorbei - Rohr verstopft. Wir mussten erst mal draußen im Freien den Deckel zur Klärgrube frei räumen, dort steht im Winter die Terrassenbestuhlung drauf, und dann wurde mit Spezialgerät das Rohr zur Toilettenanlage frei gepustet. Das Rohr scheint defekt zu sein und sollte bald mal erneuert werden, meinte unser Hausklempner Konrad.
Gestern Mittag  gab noch Sohnemann Davids PC nach 7 Jahren seinen Geist auf! Kind braucht natürlich einen neuen Rechner, denn ohne geht gar nicht. Computer ist wichtiger als eigenes Auto!
Allerdings hatten wir da schon für David auch ein kleines gebrauchtes Auto beim "Brucher Alfred" bestellt. Die Versicherung soll auf Martin laufen, wegen der Prozente. Und als "Brucher Alfred" gestern Abend vorbei kam um eine Kopie von Martins Personalausweis mit zu nehmen, damit er das Auto anmelden kann, hat Martin mal wieder festgestellt, dass sein Ausweis schon 2 1/2 Jahre abgelaufen ist. Wenn der Wurm mal drin ist, ist er drin!
Und gleich anschließend dann der "Supergau" im Jägerstüble - Heizung funktioniert nicht mehr! Der Kessel zeigt noch 28 Grad an und wir hatten uns schon gewundert, warum es immer kälter wurde im Haus. Gleich ans Telefon und unseren Freund und Heizungsmonteur "Engele" angerufen. Der kam auch prompt um 21 Uhr vorbei und meinte nur: Boiler kaputt! Er hat die Heizung allerdings so eingestellt bekommen, dass wir unseren Ölbrenner laufen lassen können bis der neue Boiler geliefert und montiert wird. Nur unsere Fernwärme vom Nachbarhof können wir bis dahin nicht nutzen.
Also mir würde es jetzt so langsam reichen - mit den Würmern!

Aber zwischendurch hat man auch wieder Glück im Unglück:
gerade jetzt kommt schon der neue Boiler angefahren und der
Monteur kann loslegen!



Dienstag, 22. Januar 2013

Der Vortrag

Gestern Abend war es so weit - ich wollte meinen Oberharmersbacher Kollegen zeigen, wie man die Neuen Medien als Touristiker und Handwerker erfolgreich nutzen kann!
Handwerker vom Ort waren leider keine da, was wohl auch daran lag, dass die Plätze begrenzt waren und der Abend schnell ausgebucht war.
Unsere Tourismus-Chefin Jill Löffler hatte den Computerraum der Brandenkopf-Schule angemietet, vor dem Raum zwei Stehtische mit Getränken und was zum Knabbern aufgebaut, für die kleine Pause zwischendurch.
Um 19 Uhr startete Jill Löffler mit einer kurzen Erklärung des Destinationsmanagments - da hielt sich mein Lampenfieber noch in Grenzen. Ich dachte mir immer: "Was Jill kann, kann ich auch!" ;-)
Und dann war ich an der Reihe! Mein Programm sah so aus: eine knappe Stunde Präsentation seit wann-, wie- und warum ich in den Sozialen Medien so aktiv bin. Dann eine kleine Pause und anschließend wollte ich meinen Zuhörern am zentralen Rechner zeigen wie diese Sozialen Netzwerke, die ich nutze, aussehen, auf was man besonders achten sollte und Fragen dazu beantworten.
O.k., so weit so gut. Ich stand also an Jills Platz, vor der Leinwand, habe meine Zuhörer brav begrüßt, tja und dann ging es los: ich wurde immer aufgeregter, hörte mein Herz bis in den Hals schlagen, meine Stimme wurde immer zittriger und ich musste dem Drang, den Raum schnellstens zu verlassen, gründlichst widerstehen!
Ich glaube das brauchte fast eine halbe Stunde, bis ich gemerkt habe, jetzt beruhige ich mich langsam!
Aber den Teilnehmern hat es gefallen - so kam es mir jedenfalls vor - und ich wurde hinterher auch schwer gelobt. Es wurde immer wieder gelacht und keiner hatte einen gelangweilten Eindruck gemacht.
Ich war froh als die Pause kam und ich gaaanz schnell einen großen Schluck Wasser trinken konnte. An den Stehtischen war die Stimmung dann locker und gelöst, wir haben viel gelacht und so konnte ich beruhigt weiter machen im Programm.
Jetzt war mein Platz am Rechner des Computerraums der Schule und ich habe erst einmal gezeigt, wie die Unternehmen sich bei Google+ eintragen sollten, meiner Meinung nach sollte das jeder machen und ist ungemein wichtig!
Dann habe ich ein paar Internetseiten von Vermietern gezeigt, solche die top dastehen, welche, bei denen das eine oder andere leicht verbessert werden kann und welche wo ich sagen musste: das geht gar nicht!
Ich hatte den Eindruck, dass diese Tipps bei den Zuschauern gut ankamen.
Dann ging es weiter zu Facebook, das jägiblog habe ich natürlich noch gezeigt und immer wieder gab es Fragen dazwischen.
Wahnsinnig hat mich in dieser Zeit eigentlich nur noch der Rechner gemacht - der war viiiiiiel langsamer als ich! Da stehen Computer in deutschen Bildungsstätten, die langsamer sind als der Mensch, der davor sitzt! "Hoch technologisiertes Land" ist das!
Gegen 22 Uhr hatte mich dieser Rechner genug geärgert und wir sind dann zum Ende der Veranstaltung gelangt.
Ich habe allen Teilnehmern noch Unterlagen mit gegeben, mit wertvollen Tipps und einer Anleitung, wie sie sich eine Fanseite bei Facebook anlegen können.
Applaus bekam ich auch ;-) und anscheinend hat es allen gefallen. Als Dankeschön für meine "gute Tat" habe ich einen Geschenkgutschein und ein Blümchen erhalten - ich habe mich riesig gefreut!
Anschließend sind wir noch was trinken gegangen und als ich schließlich zu Hause im Bett lag habe ich nochmal alles Revue passieren lassen, auch einiges gefunden, was das nächste Mal geändert werden kann und war wieder so aufgeregt, dass ich erst gegen 2 Uhr eingeschlafen bin!

Danke an alle, die gestern Abend an meiner Aufregung teilgenommen haben!
Schön - so kleine Aufregungen im Leben einer Wirtin! Mir hat es Spaß gemacht!



Fotos während der Präsentation hat Karl-August Lehmann gemacht, die werde ich veröffentlichen, sobald ich sie habe!

Donnerstag, 17. Januar 2013

Rezept Orangen-Ente

Wenn in der Gaststube in diesen Tagen nicht viel los ist, probiert Martin in der Küche neue Rezepte aus! Und jeden 2. Donnerstag gibt es für uns sowieso immer was ganz besonders leckeres, denn Martins Mama "Anna" kommt dann immer zum bügeln. Heute Mittag gab es Orangen-Ente:
Eine küchenfertige junge Ente (ca. 2 kg) in Öl auf höchster Stufe von allen Seiten anbraten.
30 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben bei 180 Grad Umluft!
1/2 Liter Orangensaft, 2-3 EL Orangenlikör und 1 EL Honig über die Ente gießen.
Weitere 30 Minuten in den Ofen schieben und alle 10 Minuten mit dem Fond begießen.
Nach Beendigung der Garzeit die Ente aus dem Topf nehmen und warm stellen.
Die Sauce durch einen Sieb gießen und um die Hälfte einkochen lassen bis sie sirupartig ist.
100 g Butter dazugeben und mit Schneebesen einrühren. Darf nicht mehr kochen!
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Von einer Orange dünne Streifen schneiden, ohne die weiße Haut, denn die wird bitter, und diese in die Sauce geben.
Die Ente anrichten und mit einem Teil der Sauce begießen.
Dazu passen hervorragend Kartoffelplätzchen!


Gott sei Dank - oder leider - kommt meine Schwiegermutter nur alle 2 Wochen ;-) 

Mittwoch, 16. Januar 2013

Silikon...

...Iiiihhh, es gibt nichts furchtbareres!
Ran an den Feind!
Eine meiner unbeliebtesten Arbeiten in den Wintermonaten: das Silikon in den Duschen der Gästezimmer auskratzen, alles sauber machen und wieder frisch silikonisieren! Das Auskratzen des alten Silikons ist eine schweißtreibende Arbeit, das neue Silikon ausbringen ist eine Schmiererei (ich bin bei sowas sowieso immer ein "Schmurli"!), außerdem riecht es so gräßlich und die ganze Arbeit in der Hocke und auf den Knien zu verreichten ist auch nicht gerade so angenehm. Furchtbar! Aber was sein muss, muss sein! Nach starker Saison haben es die Fugen in den Bädern nötig und wenn Zimmermädel Karin die Generalreinigung des Jahres in Angriff nimmt, geh ich Duschen - ähhh - geh ich an die Duschen!

Arbeitswerkzeug einer Wirtin?


Alles wieder frisch!
Und eines ist klar: ich käme nie auf die Idee mir so ein Material irgendwo einsetzen zu lassen ;-)

Dienstag, 15. Januar 2013

Schlachtplatte

Im Januar gibt' im Jägerstüble Schlachtplatte!

Frische Blut- und Leberwürstle von der Wagner-Metzgerei in Zell, gekochte Schweinepipple von Schwarzwaldfleisch und Kartoffelpürree (auf oberharmersbacherisch heißt das: Erdäpfelbabbe!) und Sauerkraut. Dazu gibt es natürlich Bratensoße, denn die Badener brauchen immer für alles viel Soße. Ein paar Gäste mögen auch noch Senf zur Wurst, aber ich persönlich sage immer, ich brauche nur Senf, wenn die Wurst nicht gut ist! Und die Wagner-Würschtle sind Lecker!