Aus dem Leben einer Wirtin

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Sonntag, 18. November 2012

Gibt's was schöneres?

Ich bin schon wieder da! Ja, Urlaub geht immer viel zu schnell vorbei! Besonders die Schönsten könnten ewig gehen! Wie schön meiner war zeige ich Euch mit ein paar Fotos und wenigen Worten dazu, ich denke das sagt schon alles:
Bei Nieselregen und Nebel reise ich am Montagnachmittag an.
Hotel Bergkristall - Oberstaufen

Nach der Besichtigung einer Bergkäserei mache ich mich am 1. Tag auf den Weg
zu den Buchenegger Wasserfällen.

Tolle abenteuerliche Wege führen dorthin.

Nicht ganz ungefährlich bei der Witterung,
der Abstieg zu den Wasserfällen.

Doch der hat sich gelohnt - fantastisch!
Buchenegger Wasserfälle - dort hat sich dann sogar die Sonne blicken lassen.

Von meinem Hotelzimmer aus wurde ich ab Mittwoch jeden Morgen
von der über dem Hochgrat aufgehenden Sonne geweckt.

Vormittags-Runde bei herrlichem Wetter

Immer wieder wunderschöne Aussichten

Mein Lieblingsplatz im Hotel - der Außenpool mit Blick auf den Hochgrat.
Bei wunderschöner Beleuchtung habe ich den Pool vor allem Abends genossen
und hatte ihn immer für mich ganz alleine.

Aussicht am späten Nachmittag zum Hotel.

Sonnenuntergang hinter den Schweizer Alpen.

Aussicht vom Zimmer Morgens um 7 Uhr.

Über den "Kapf", 998 Meter hoch, wandere ich nach...

...Oberstaufen.

Dort habe ich mich mit 2 tollen Frauen getroffen: meine bis dahin virtuellen Freundinnen
Bainca, Kurdirektorin von Oberstaufen, und Silvia, Pensionswirtin in Oberstaufen.
Wir werden uns wieder sehen - garantiert!

Am Freitag habe ich dann meinen Urlaubshöhepunkt in Angriff genommen:
bei Minus 2 Grad starte ich an der Talstation Hochgratbahn...

...und arbeite mich zu Fuß bergauf in die Sonne...

...zum Teil durch verschneite Wege...
...deshalb erkämpfte ich mir den Weg zu Fuß: Revision der Bergbahnen im Allgäu.

Nach 2 1/2 Stunden habe ich die Bergstation erreicht.

Von dort aus geht es noch eine halbe Stunde bergauf bis zum Gipfel,
man sollte schon schwindelfrei sein.

Gipfelblick!

Gipfelkreuz!

Gipfelgrat!

Gipfelglück!

Gipfelabstieg!
Der Abstieg war dann schon heftig, ich habe heute noch Muskelkater :-) Aber es war - unbeschreiblich!!!
Und wenn ich nicht hochgewandert wäre, würde es mich ewig reuen! Am Hochgrat-Gipfel war ich 1833 Meter hoch und hatte bestes Wetter, wie ja eigentlich die ganzen Tage!
Glücklich aber kaputt hab ich mich im Hotel erstmal mit Kaffee und einem guten Stück selbstgemachten Kuchen belohnt. Anschließend 2 Stunden Entspannung pur in der Saunalandschaft des Bergkristall - besser konnte es mir nicht mehr gehen!
Oberstaufen - ich komme wieder! Nächstes Jahr!

Vor meiner Heimfahrt habe ich noch eine kleine Runde am großen Alpsee im Konstanzer Tal gedreht,
ich musste dieses einmalige Novemberwetter bis zur letzten Minute auskosten!

Sonntag, 11. November 2012

Ich bin dann mal weg...

...und verabschiede mich hiermit in den wohlverdienten Urlaub. Aber vorher muss ich Euch noch was berichten! Heute habe ich etwas erlebt, sowas hab ich in meinen 33 Jahren gastronomischer Laufbahn noch nicht erlebt. Ein alter, gebrechlicher und auf Hilfe angewiesener Mann sitzt heute am späten Nachmittag mit seiner Familie am Stammtisch und will einen Wurstsalat essen. Nach den ersten Bissen wird es ihm schlecht, er muss brechen - in den Wurstsalat. Die Familie versorgt den Mann, putzt alles wieder ordentlich weg und ich räume den "vollen" Wurstsalat-Teller ab. Ich kann aber nicht auf den Teller schauen - ihr könnt Euch denken warum - stelle ihn schnell zum Abwasch in die Küche und verschwinde wieder in die Gaststube. Als ich wieder in der Küche erscheine, fragt mich unser Küchenmädel Simone mit einem Grinsen im Gesicht: "Sonja, was soll ich mit dem Gebiss machen?" und deutet auf den immer noch vollen Wurstsalat-Teller. "Oh, Gott! Ich glaub's nicht, ich kann das nicht wegmachen!" antworte ich. Martin schnappt sich das Gebiss vom Teller, macht es sauber und bringt es, in Papierserviette eingepackt, an der Stammtisch mit den Worten: "Hier, Ihr Gebiss!"
Jetzt hat die Familie aber gar nicht mitbekommen, dass der Mann sein Gebiss verloren hatte und der Mann hat ja sowieso die ganze Zeit nicht geredet. Die jüngeren Mitglieder der Familie, dachten, der Koch will sie veräppeln. Als aber eine Frau die Serviette auspackt und die Beißerchen darin findet, fängt sie lauthals an zu lachen und bedankt sich überschwänglich bei mir.
Hätte ich, wie ich das eigentlich immer mache, den Teller in der Küche abgeräumt, wäre das Gebiss in der Lebensmittel-Reste-Tonne gelandet und morgen früh vom OCO-Lastwagen abgeholt worden. Na, das wäre ein Spaß für die Familie geworden!
Also, ich fand das ganze nicht so angenehm, und für den Mann und seine Familie war das sicher zuerst auch nicht so schön aber dem alten Herrn ging es wieder gut und als ich den Tag so Revue passieren lassen habe, musste ich lachen und auch jetzt beim aufschreiben kann ich mir ein Lachen nicht verkneifen :-)
In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem Lächeln in die Betriebsferien - Tschüüüühüsssss!

Freitag, 9. November 2012

Gedanken und Fotos zum Jubiläumsjahr

Der gestrige Abend mit der "Wilden-Elfriede" hat unser Jubiläumsjahr beendet. Es war ein tolles Jahr, unsere Gäste waren begeistert und alle Veranstaltungen waren auch für uns ein Erfolg. Ich hatte immer viel zu lachen! Dadurch, dass alle Veranstaltungen verschieden und übers Jahr verteilt waren, hatte fast jeder unserer Stammgäste und Freunde einmal die Gelegenheit mit uns zu feiern. Und für uns war es nicht so anstrengend, wie vor 5 Jahren, als wir ein großes Fest über ein Wochenende im Sommer feierten.
Begonnen haben wir im März mit dem "Gläsernen Wochenende": jeder hatte die Möglichkeit hinter die Kulissen vom Jägerstüble zu schauen.
In der Küche gab es die Vorspeisen...




...oder ein Apperitif!

So viel Treppen gestiegen in 2 Tagen wie noch nie!








In den Gästezimmern gab es das Dessert!

So viel geredet in 2 Tagen wie noch nie ;-)







Im Sommer hat die "Bla-Bli-Bla-Blasmusik" mit uns das Jubiläum gefeiert! Bei bestem Sommerwetter (erst spät am Abend kam das Gewitter!) haben die Burschen für Bomben-Stimmung gesorgt:









Im September dann bei schönstem Wetter "Kunigunde-Luftballon" - eine Klasse für sich:









"Alfons mit de Quetsch" sorgte im Oktober für zünftige Stimmung! Unvergessen wird dabei die Einlage des hessischen Männerballetts bleiben, die in Oberharmersbach gerade "Trainingslager" hatten und bei uns zum Essen waren:






Und zum Schluss: Wild essen und anschließend Wild lachen mit "Elfriede". Dazu kann man nicht viel sagen, außer: "Micha, Du warst SPITZE!" Donnerstag Abend im November, die Stube war ausgebucht, und wir haben Tränen gelacht - was will man mehr:






Danke an alle Gäste, die mit uns gefeiert haben - ohne Euch hätten wir nichts zu feiern gehabt!
Danke an alle Akteure - ohne Euch wäre es nur halb so schön gewesen!
Danke an unser fleißiges Team und die Helfer - ohne Euch hätten wir das nicht auf die Beine stellen können!

Ach ja, und Danke an Herrn Bürgermeister Siegfried Huber und den Gemeinderat von Oberharmersbach für Euren Nicht-Besuch im Jubiläums-Jahr - ohne Euch findet normalerweise kein Firmenjubiläum statt!







Dienstag, 6. November 2012

Jägi-Garage


Ist mit dem November die ruhigere Zeit im Jägerstüble eingekehrt, greife ich gerne zu den Farben und mache mich daran, das Haus zu verschönern. Die nächsten Wochen wird ein Teil der Außenfassade isoliert und mit Doppelverschalung verkleidet. Das Holz für die Schalung muss grundiert und dann mit Holzschutz gestrichen werden, das ist immer meine Arbeit. Ich mache das ganz gerne, habe dabei meine Ruhe und es ist mal ein bisschen Abwechslung im Wirteleben. Gestrichen wird das Holz immer in der Garage, da kann ich es im Trockenen liegen lassen. Und dort erhalte ich auch immer wieder Besuche von Leuten die vorbeikommen und mich dort bei der Arbeit sehen.
Heute Morgen hatte ich sogar regen Besuch: da kam der "Schwabenlenz"-Senior Josef. Er war zu Fuß auf dem Weg zum Nachbar, mit dem er eine Weihnachtsbaum-Anlage einzäunen will. Josef ist mein Lieblings-Nachbar, ein intelligenter Mann, dem ich wahnsinnig gerne beim Erzählen zuhöre. Er hat sich über das Holz informiert, ich glaube, er liebt dieses Material genauso wie ich, und ist dann weiter zu seiner Arbeit marschiert.
Eine halbe Stunde später kam der nächste "Lieblings-Nachbar" Frank (Ihr merkt schon, ich habe mehrere Lieblings-Nachbarn, aber besser so, wie anders!). Er war zum "Scharzenbauern-Hof" gefahren um nach seinen Ziegen zu sehen, die dort im Winterquartier sind. Auf dem Rückweg hat er angehalten und mir ganz begeistert berichtet, dass er und seine Frau am Wochenende im TV einen tollen Bericht über's Allgäu und Oberstaufen gesehen haben. Da er weiß, dass ich nächste Woche dort hin in Urlaub fahre, wollte er mir gleich erzählen, wie toll diese Sendung war und dass er Lust gekriegt hat, dort auch mal wieder hinzufahren. Wir haben noch ein bisschen über den Oberharmersbacher Tourismus geredet und ich glaube, die kleine Abwechslung in der Garage hat Frank gut getan, denn er hatte sich über die Zimmermänner, die gerade bei ihm am Haus arbeiten, aufgeregt und ist schließlich über's ganze Gesicht strahlend davon gefahren.
Ein netter Schramberger kam heute Vormittag auch noch vorbei, der wollte uns eine kleine Werbeanzeige in einer Wanderkarte verkaufen, und obwohl ich freundlichst abgelehnt habe, hatten wir noch eine angenehme Unterhaltung über das Wirteleben allgemein.
Und schließlich kam noch mein Lieblings-Fahrer Dieter von der Raiffeisen Kinzigtal, der uns Dienstags immer den Getränkekeller auffüllt. Es sind ja alle Fahrer von der Raiffeisen nett aber Dieter ist halt noch ein bisschen netter ;-) Ich freu mich immer wenn er angefahren kommt und wenn er mit dem Abladen fertig ist, trinken wir meistens noch einen Kaffee, halten ein Schwätzchen und damit hat er heute dafür gesorgt, dass ich über's ganze Gesicht strahlend meine Arbeit in der Garage beendet habe.

Hier wird es Zeit - Außenfassade wird verkleidet!





Donnerstag, 1. November 2012

Küchengeräusche

Heute ist 1. November und unsere Spezialitäten werden umgestellt von "Bayrisch" auf "Wild". Und da auch noch Feiertag ist bedeutet das Action in der Küche! Hier ein kleines Video über die tollen Geräusche aus der Jägerstüble-Küche am Feiertagmorgen: