Aus dem Leben einer Wirtin

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Dienstag, 6. April 2010

Kleinbetrieb im Web 2,0

Heute haben wir einen Gästebucheintrag erhalten, über den ich mich sehr gefreut habe. Michael aus Oberkirch hat unseren kleinen Betrieb schwer gelobt. Er findet es super wie wir uns im Internet bewegen und verkaufen. Das tut gut und spornt mich gewaltig an.
Viele Kollegen und kleine Unternehmer hier bei uns im Dorf halten jedoch das Internet immer noch für Teufelszeug oder meinen es sei nicht so wichtig das Web zu nutzen. Meine Erfahrungen sind anders. Durch das Internet konnten wir unsere Zimmerauslastung gewaltig steigern und wir haben mittlerweile viele Stammgäste, die sich auf unserer Internetseite über unsere Spezialitätenangebote informieren und danach einen Tisch bei uns reservieren. Da muss man immer aktuell sein. Wehe du aktuallisierst einen Tag zu spät, schon kommen kritische Stimmen dieser Gäste.
90 % unserer neuen Übernachtungsgäste finden uns im Internet und unser Bürgermeister hat demletzt mitgeteilt, dass einer der größten Gewerbesteuerzahler von Oberharmersbach seinen Umsatz mit einem Internet-shop erzielt. Gründe genug, die Internetpräsenz sehr wichtig zu nehmen (und für den Ausbau der Breitband-Technologie!)
"Keine Zeit!", das ist bei vielen Kleinunternehmer das Hauptargument. Wir sind ein kleines Haus und mein Mann und ich machen das meiste alleine. Aber gerade dadurch haben wir uns so eingerichtet, dass vieles an Arbeit in einander übergeht und wir kurze Wege zu beschreiten haben. Zwischen Gaststube und Küche liegt der Pensionseingang mit einer kleinen Nische, in der ich mein Büro eingerichtet habe. Der PC ist den ganzen Tag eingeschaltet, ich habe mir vor Jahren eine Zimmerbelegungssoftware zugelegt und so kann ich selbst zur Mittagszeit, im größten Servicestreß, blitzschnell nach freien Kapazitäten schauen, wenn jemand anruft und nach Urlaub fragt.
Und durch diese gute Lage des PCs geht es ganz einfach, mal schnell ein paar Worte zu twittern. Das macht Spaß, ist spannend und ist ein bischen Abwechslung zu meinen anderen Arbeiten.

Unsere Gemeinde ist nun endlich (nach Jahren!!) dabei ein Online-Reservierungssystem auf der Internetseite einzustellen. Je mehr Vermieter mitmachen, je günstiger wird es. Da hört man doch glatt Äußerungen wie: "Nein, da mach ich nicht mit. Dann weiß doch jeder, dass ich Zimmer frei habe." Da kann ich nur sagen, was ist schlimm daran, dass jeder weiß, wann ich Zimmer frei habe. Vielleicht kann ich dann sogar bei voller Belegung Anfragen an andere Häuser weiterleiten.

Die meisten Leute hier haben auch Angst vor dem World Wide Web, vor Viren, vor Datenmißbrauch, davor, dass sie nicht wissen, was mit ihren Daten passiert und was sie an Daten ins Internet stellen dürfen. Da hilft nur: Informationen, Informationen und sich natürlich auch selbst informieren wollen. Und da kommt halt wieder die Zeit ins Spiel. Ich genieße es auch, mich zwischendurch auf meinen super bequemen Schreibtischstuhl zu setzen und ganz entspannt im Internet zu lesen was es Neues gibt, was zu schreiben, oder Ideen zu holen (meine Lieblingssites sind Hotel- und Restaurantseiten). Dann klingelt die Küchenglocke und ich renne wieder los um meine Gäste glücklich zu machen:-)

Freitag, 12. März 2010

Gäste-Umfrage

Da uns die Zufriedenheit unserer Gäste ein großes Anliegen ist, führen wir in unserem Ort eine Gästebefragung durch. Die Ergebnisse dienen zur Sicherung und Steigerung der Qualität des touristischen Angebotes in unserem Ort. Auf Basis Ihrer Erfahrungen und Meinungen werden Maßnahmen abgeleitet und in der Praxis umgesetzt.

Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig und dauert ca. 10 Minuten.

Wir versichern Ihnen einen streng vertraulichen Umgang mit Ihren Daten. Die von Ihnen übermittelten Angaben werden nicht auf Ihre Person zurückgeführt.

Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Unterstützung und Ihre Zeit!

Zur Umfrage

Donnerstag, 11. März 2010

Schnee, Schnee und kein Ende


Und immer noch kein Frühling in Sicht. Den ganzen Tag hat es geschneit und kein Gast traut sich die glatte Straße im Holdersbachtal herauf zu uns. Jetzt wirds Zeit, dass der Frühling kommt. An den Umsätzen im Februar und bis jetzt auch im März sieht man wie lang der Winter ist. Bei verschneiten Straßen bleiben halt viele zu Hause. Wir können nach unseren Umsätzen für jeden Winter genau angeben wann es Schnee hatte und wann nicht. Also, hoffentlich wirds bald wärmer.